In jeder Aussage steckt auch eine Beziehungsaussage. Insofern gibt mir jede Kommunikation eine Rückmeldung. Ob das von mir Gesagte Okay gefunden wird, dass man mich überhaupt interessant genug findet, um mit mir zusprechen, dass es sich lohnt.
Manchmal bekommen wir auch direktes Lob. Einfach „Danke“ zu sagen reicht. Manche spielen es herunter, der Gesprächspartner beteuert dann, dass es richtig ist.
Schwieriger ist der Umgang mit Kritik. Zum einen ist es nicht einfach, Kritik so präzise zu äußern. Irgendwie haben wir den anderen nicht verstanden. Sprich lauter – das ist noch leicht nachvollziehbar. Aber wenn es zu abstrakt war, ein Beispiel fehlte – solche konkreten Hinweise fehlen oft.
Wenn wir selbst Rückmeldung geben, so sollten wir das so präzise wie möglich machen.
Wenn wir Rückmeldung erhalten, sollten wir dafür zunächst dankbar sein und zuhören, auch wenn es unser Selbstwertgefühl beeinträchtigt. Wir sollten überhaupt dankbar sein, dass der andere sich die Mühe macht, uns Rückmeldung zu geben.
Also können wir nachfragen und ihn bitten, das noch etwas genauer zu erklären.
Manchmal sehen Menschen uns ganz anders als wir uns selbst sehen. Wir haben sozusagen einen „blinden Fleck“, weil wir uns selbst nicht von außen sehen können.
Was der andere sagte, muss aus unserer Sicht nicht unbedingt stimmen – aber zumindest ist es sein Eindruck. Und für uns ist ja auch wichtig zu erfahren, wie andere uns sehen.

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