Das Neun-Punkte Rätsel:
Zeichnen Sie auf Papier einmal 9 Punkte
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Die Aufgabe ist nun: Verbinden Sie alle neun Punkte mit vier Linien – ohne dabei abzusetzen!
Probieren Sie es mindestens viermal, zeichnen Sie immer wieder die Punkte neu und probieren Sie es.
Sie werden feststellen, dass Ihre Lösungen meist innerhalb des Quadrates liegen, welches durch die neun Punkte gebildet wird.
Niemand hat Ihnen gesagt, dass Sie nicht über dieses Quadrat hinausgehen dürfen. Und versuchen Sie es jetzt einmal selbst. Es ist möglich – aber nur, wenn Sie die Schranken des Quadrats verlassen.
Was will uns dieses Bild sagen: Wir setzen uns selbst Grenzen, innerhalb derer wir uns bewegen. Oft wird es Komfortzone genannt – weil wir uns da wohl fühlen.
Und wir haben ein Warnsystem, wann wir diese Zone verlassen. Nämlich immer dann, wenn wir Angst verspüren oder Unwohlsein, wenn wir uns einen solchen Schritt überlegen.
Wir haben Angst, einen Fehler zu machen, zu scheitern, uns vor anderen zu blamieren.
Aber wenn wir wachsen wollen, wenn wir hinzulernen wollen, wenn wir etwas Neues üben wollen, dann ist es wichtig, diese selbst gesetzten Grenzen zu überschreiten. Deshalb meine Empfehlung:
Einmal täglich blamieren!
Das hört sich zwar paradox an, aber es ist oft die Angst, sich zu blamieren, die uns hemmt. Mach ich überhaupt den Mund auf, sage ich was dazu. Viele schweigen lieber und erinnern sich an „Reden ist Silber Schweigen ist Gold“. Machen Sie zukünftig öfter Ihren Mund auf! Tragen Sie etwas bei. Erzählen Sie ein Erlebnis, das passt. Liefern Sie ein Argument. Wenn in die Runde gefragt wird: Wer macht mit, melden Sie sich!
Schreiben Sie sofort Ihre Antwort auf eine Email – zögern Sie nicht, weil Sie Angst haben, etwas falsch zu schreiben oder nicht so super auszudrücken.
Lassen Sie Fehler zu, aus ihnen kann man lernen!

Auf der Kieler Woche gab es ein Gerät von der Bundeswehr, in dem man sich festschnallen lassen konnte in einem Ring, der innerhalb zwei weiterer drehbarer Ringe montiert war. Man wurde dann über Kopf und im Kreis in wechselnden Richtungen gedreht – und das Publikum sah interessiert zu. Ich dachte, das könntest Du doch mal ausprobieren. Und dann dachte ich an die Zuschauer, die sich über mich lustig machen würden. Genau so eine Chance, sich zu blamieren. Also gesagt getan – und meine Frau filmte mich dabei. Überstanden!