Ich fasse hier drei Skills zusammen, die wichtig sind, wenn man gesund bleiben will.
Für das Gewicht gilt die Faustformel: Körperlänge minus 100. Genauer ist da der Bodymaßindex.
Gesunde Ernährung heißt: Wenig verarbeitete Lebensmittel, viel Gemüse und Obst, wenig Fleisch und Fisch.
Körperlich aktiv sein bedeutet: Täglich ca. 8.000 Schritte gehen, regelmäßig Gymnastik machen.
In Deutschland sind 50% der Frauen und 60% der Männer übergewichtig. Wir haben keine Knappheit an Lebensmitteln wie in den tausenden Jahren unserer Entwicklung. Eine Herausforderung für uns ist heute der Überfluss an Lebensmitteln.
Unsere natürlichen Verhaltensprogramm sind darauf gerichtet, zu Zeiten des Überflusses sich eine Fettschicht zuzulegen, um in Zeiten des Mangels davon zehren zu können.
Diesem „natürlichen“ Programm gilt es also ständig zu widerstehen und sich bewusst zu verhalten.
Wie habe ich es geschafft abzunehmen?
1993 waren meine Geschäfte sehr stressig. Ich trank meist abends Bier oder Wein. Außerdem aß ich reichlich und ungesund. Langsam wurde ich immer dicker und wog schließlich bei 1,82 m Größe fette 107 kg.
Angeregt durch die Erfolgsberichte einer Cousine meiner Frau ging ich im März 2001 mit meiner Frau zu einer neu gestarteten Weight-Watcher Gruppe (WW).
Hier lernte ich sehr viel über gesunde Ernährung – und das Besondere: Ich konnte mich satt essen und trotzdem abnehmen. Das war für mich eine große Hilfe. Bei allen früheren Diäten hatte ich immer noch Hunger.
Bei den WW schreibt man genau auf, was und wie viel man isst und wird einmal wöchentlich gewogen. So kam ich auch der Menge meines Alkoholkonsums auf die Schliche. Auch hier hatte ich mir wie beim Rauchen eingeredet, das sei nur eine Gewohnheit, die ich schnell ablegen könnte. In Maßen zu trinken (bei den WW ist maximal 1 Flasche Wein pro Woche erlaubt) klappte zwar mal eine Zeit lang, auf Dauer war es mir praktisch unmöglich.
Ich beschloss, keinen Tropfen Alkohol mehr zu trinken. Das war im Dezember 2001 – und ich trinke auch heute keinen Alkohol.
Für alle Lebensmittel gibt es bei den WW Tabellen, in denen ihnen je nach Kaloriengehalt Punkte zugeordnet werden. Man darf nun je nach Ausgangsgewicht nur eine bestimmte Anzahl von Punkten je Tag konsumieren. Es ist also nichts verboten – aber wenn man irgendwo zugeschlagen hat, muss man sich für den Rest des Tages zusammennehmen.
Außerdem soll man viel trinken (Tee und Wasser) und auf Abwechslung achten.
Für den Hunger zwischendurch darf man Äpfel essen, die zählen 0 Punkte. Und auch bei den Mahlzeiten darf man sich mit Kartoffeln satt essen – die zählen ebenfalls 0 Punkte (Achtung, die Kalorien stecken in den Soßen). Satt heißt, dass man fühlt, der Magen ist voll.
Am Tag durfte ich anfänglich 23 Punkte verbrauchen. Mein geliebtes Magnum-Eis hatte 12 Punkte, ein Steak mit Kartoffeln und Salat nur 8 Punkte. Da wird einem deutlich, welche Nahrungsmittel viele Kalorien enthalten.
Einmal wöchentlich findet ein Treffen statt in der Gruppe und es wird über gesunde Ernährung gesprochen.
Vor dem ersten Programmpunkt werden alle gewogen und das Gewicht in ein Heft eingetragen, das man erhalten hat. So sieht man den Erfolg (oder Misserfolg) – und für mich war diese soziale Kontrolle eine wichtige Krücke um durchzuhalten.
Bei den WW wird Sport belohnt. Je nach Sportart darf man sich eine bestimmte Punktzahl gutschreiben, und so mehr verzehren – oder schneller abnehmen.
Ich brauche für die nahezu 30 kg etwas mehr als ein halbes Jahr. Man schafft also etwa ein kg je Woche.
Mein Gewicht von ca. 80kg habe ich bis heute gehalten. Ab und zu muss ich mal wieder auf die Bremse treten (bei 82kg). Dann wird für drei Wochen die Schokolade weggelassen und der Kuchen am Nachmittag – und das Zielgewicht ist wieder erreicht.
Wie ich sportlich wurde
Ich hatte regelmäßig Rückenschmerzen und öfter einen Hexenschuss. Da las ich die Werbung vom Kieser-Training „Ein starker Rücken kennt keinen Schmerz“.
Zum Start musste ich ein halbstündiges Gespräch mit einer Ärztin führen. Dann wurde an zwei Geräten meine Bauch- und Rückenmuskeln per Computer gemessen. Und es wurde festgestellt, dass ich deutlich unterentwickelte Muskeln hatte.
Nun musste ich 18mal zum speziellen Training an diesen beiden Maschinen, zweimal wöchentlich. Der Trainer stand neben mir und feuerte mich an. Nach zwei Monaten hatte ich super entwickelte Muskeln.
Meine Frau schenkte mir zum Geburtstag eine einjährige Mitgliedschaft beim Fitnessclub Meridian. Und ich ging regelmäßig hin.
Nach einem Jahr wurde ich von Kieser zu einer Kontrolluntersuchung eingeladen. Und meine Muskeln hatten sich nicht zurückgebildet.
Bis heute bin ich weiterhin aktives Mitglied im Club, mache auch im Urlaub eine 20minütige Übungsserie Gymnastik, fahre gerne Rad und gehe viel spazieren. Meinem Rücken geht es inzwischen ganz gut.

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