Im Lehrplan der allgemeinbildenden Schulen findet sich wenig über die Themen Wirtschaft oder kaufmännisches Denken und Handeln. 80% der erwerbstätigen Bevölkerung ist “abhängig” beschäftigt. Sie haben wenig Interesse an Fragen, die Unternehmer sich stellen müssen.
In unseren großen Städten leben rund 80% der Bevölkerung zur Miete. Sie zahlen jeden Monat eine sogenannte “Nettomiete”. Wofür wird diese Miete eigentlich gezahlt?
Die genutzte Wohnung stellt einen gewissen Wert dar, wenn sie z. B. verkauft werden würde. Der Mieter hat praktisch beim Vermieter ein Darlehen aufgenommen, für das er Zinsen zu entrichten hat. Wenn man z. B. davon ausgeht, dass dieses Geld für 3% Zinsen sicher angelegt werden könnte, dann beträgt dieser “Mietzins” jährlich 3% des Wertes der Wohnung.
Der Mieter trägt außerdem die Betriebskosten und die Heizung, die sogenannten “Nebenkosten”. Aber es gibt wichtige Kosten, die beim Vermieter bleiben:
1. Laufende Instandhaltungskosten (Reparaturen) am Haus und teilweise in der Wohnung,
2. Regelmäßige Modernisierung oder Ersatz wesentlicher Bauteile (Heizung, Dach, Fenster, Bäder),
3. Verwaltung (Mietinkasso, Abrechnungen gegenüber dem Mieter), sich kümmern um Instandhaltungen und Neuvermietung bei Freiwerden,
4. Mietausfall bei nicht einbringbaren Mietschulden oder durch Leerstand bei Modernisierungen und bis zur Wiedervermietung.
Wenn Sie Eigentümer einer Wohnung oder eines Hauses sind, dann kennen Sie sich eher mit diesen Aufgaben aus, denn dann tragen Sie die Verantwortung für den Erhalt des Gebäudes. Wenn Sie selber es nutzen, dann sparen Sie insbesondere den Mietzins – haben aber bei einer Bankfinanzierung die Zinsen zu tragen.
Wenn Sie wirklich gutes Geld verdienen wollen, dann werden Sie selbst Unternehmer. Warum verdienen Unternehmer nun mehr als Arbeitnehmer?
Zum einen investieren Sie auch Arbeitszeit und erhalten einen Stundenlohn dafür. Der Unternehmerlohn je Stunde liegt oft relativ hoch. Bei einem Steuerberater liegt er schnell bei 250€ pro Stunde, wenn er sie Ihnen berechnet.
Darin ist allerdings enthalten, dass er nicht alle seine Arbeitsstunden berechnen kann. Er muss das Büro organisieren, Arbeitskräfte einarbeiten, neue Aufträge akquirieren. Das bezahlen Sie also im Stundenlohn alles mit. Außerdem muss er für Krankenversicherung und Rentenversorgung einen Teil des Honorars verwenden.
Und ganz wichtig: Ein Unternehmer investiert seine Zeit oft – ohne dafür vergütet zu werden. Sie sehen es zum Beispiel bei Kostenvoranschlägen von Handwerkern. Sie kommen, messen auf, kalkulieren und machen ein Angebot – den Auftrag bekommt dann eventuell ein anderer. Diese Akquisitionsarbeit bezahlen dann diejenigen Kunden mit, von denen der Handwerker tatsächlich Aufträge bekommt.
Wenn Sie sich zukünftig mehr für wirtschaftliche Dinge interessieren, dann werden Sie mit Ihrem Geld besser umgehen und Eigentum bilden, unabhängiger von anderen werden.

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